Stundengenaue aWattar-Preise (4 Jahre) gegen geschätzten Betriebsverbrauch — Schweinemast mit Lüftung, Spotmix-Fütterung, 4-Personen-Haushalt. Bewertet: 30 kWp Fronius, optional +28 kWp am Deye, 20 kW / 77 kWh Speicher.
Jahresverbrauch
29,9 MWh/a
kalibriert an Real-Anker
aWattar Ø 4 J
10,9 ct/kWh
Krise 2022: 24 · 2025: 9,9
PV 30 + Speicher
4,3 MWh Bezug
≈ 523 €/a · Sommer autark, Winter Bezug
PV 58 + Speicher
0,8 MWh Bezug
~97 % autark · 25,6 MWh Export
Speicher-Ladekurve — Tagesverlauf
Oben Sonneneinstrahlung (PV-Leistung) und erwarteter Verbrauch in kW. Unten der Speicher-Ladezustand in kWh mit dem 77-kWh-Deckel (gestrichelt): Überschuss darüber wird eingespeist. Umschaltbar zwischen Sommer-/Wintertag und 30 / 58 kWp. Kalibriert an realen Beobachtungen: Jul/Aug ~95 kWh Netzbezug (Dunkelflaute), Speicher morgens Ø ~30 %, 7× leer in 2 Monaten → Jahresverbrauch ~30 MWh.
Sonne / PVVerbrauchSpeicher-SoC77-kWh-Deckel
Jahresverlauf — Preis & Energiebilanz
Oben der aWattar-Spotpreis je Monat (Ø mit 10–90 %-Band, gestrichelt 8 ct Fix-Einspeisung). Unten die Monatsbilanz: PV-Ertrag nach oben, Netzbezug (nach PV + Speicher) nach unten, Verbrauch als Linie.
Nur Energie-/Spot-Anteil (Netz, Abgaben, USt kommen fix obendrauf). „Best/Worst" = Preisniveau 2025 (normalisiert) vs. 2022 (Krise). Einspeise-Erlös: fix 8 ct vs. aWattar-Spot (stundengewichtet).
Szenario
Netzbezug
Bezugskosten
Export
Erlös fix
Erlös aWattar
Netto Energie
Netto Energie = Bezugskosten − Einspeise-Erlös (aWattar-Spot). Negativ = Erlös über dem Energie-Bezug (Netzentgelte/Abgaben auf den Bezug bleiben trotzdem). Arbitrage bringt 2025 nur ~90 €/a und ist nicht eingerechnet.
Tarif-Vergleich — aWattar dynamisch vs. EVN Fix 11,9 ct (3 J)
Kosten für den Restbezug (Energie-Anteil). Entscheidend: nach PV + Speicher liegt der verbleibende Netzbezug in den teuren Abend-/Winterstunden — Ø ~12,2 ct. Ein Fixpreis von 11,9 ct ist damit fast gleichauf im Normaljahr und klar günstiger im Krisenjahr.
Konfiguration
Restbezug
aWattar 2025
aWattar 2022 (Krise)
EVN Fix 11,9 ct
PV 30, kein Speicher
15,1 MWh
1.936 €
—
1.793 €
PV 30 + Speicher
4,3 MWh
523 €
816 €
511 €
PV 58 + Speicher
0,8 MWh
100 €
157 €
93 €
Fazit: Weil PV + Speicher die billigen Mittagsstunden selbst nutzen, bringt der dynamische Tarif beim Restbezug kaum Vorteil (Ø 12,2 vs. 11,9 ct fix). Der Fixpreis 11,9 ct/3 J ist die sichere, minimal günstigere Wahl und schließt das Krisenrisiko (2022: +300 €/a) aus — es sei denn, du lädst gezielt in Billig-/Negativstunden aus dem Netz (Arbitrage, 2025 nur ~90 €/a). Für die Einspeisung bleibt aWattar-Spot separat interessant (Ø ~10 ct, s. o.).
Annahmen & Bewertung
Geschätzte Annahmen
Lüftung Schweinemast~1,2 kW (Wi) → 3,4 kW (So)
Spotmix-Fütterung5 kW × 4 Zyklen/Tag
Haushalt (4 Pers.)≈ 4.200 kWh/a
Jahresverbrauch≈ 29,9 MWh/a (kalibriert)
PV-Ertrag≈ 1.000 kWh/kWp·a
Speicher77 kWh · 20 kW · η 92 %
PreisbasisaWattar AT stündlich 2022–26
Last ist an realen Beobachtungen kalibriert (Sommer-Netzbezug ~95 kWh, Morgen-SoC ~30 %). Winter ist ohne Anker gerechnet — bei einem Winter-Wert korrigiere ich nach.
Kernaussagen
PV 30 + Speicher ist gut dimensioniert: Sommer autark (Speicher füllt bis 77, morgens ~30 %), nur Winter/Dunkelflaute braucht Netz — ~4,3 MWh/a, ~523 € Energie.
Eigenverbrauch schlägt Einspeisung 3:1. Selbst genutzte kWh spart ~25–30 ct, eingespeiste bringt nur ~8–10 ct.
PV 58 ist überdimensioniert für diesen Verbrauch: fast autark, aber 25,6 MWh landen zum Billigtarif im Netz — lohnt nur mit Zusatzlast (E-Fahrzeug, Wärmepumpe) oder größerem Speicher.
Der Speicher ist der Hebel bei dynamischem Tarif: ohne ihn landet der Rest-Bezug in den teuren Abend-/Winterstunden (Ø 12,6 statt 11,3 ct).