Stundengenaue aWattar-Preise (4 Jahre) gegen geschätzten Betriebsverbrauch — Schweinemast mit Lüftung, Spotmix-Fütterung, 4-Personen-Haushalt. Bewertet: 30 kWp Fronius, optional +28 kWp am Deye, 20 kW / 77 kWh Speicher.
Verbrauch
~32 MWh/a
vor PV real 32.000 kWh gekauft
PV 30 ohne Speicher
16,2 MWh Bezug
real ~16.000 kWh ✓ Modell validiert
PV 30 + Speicher
5,3 MWh Bezug
≈ 646 €/a · Sommer autark
Speicher-Payback
~7–10 Jahre
13 k€ · bei 22–26 ct Vollpreis
Speicher-Ladekurve — Tagesverlauf
Oben Sonneneinstrahlung (PV-Leistung) und erwarteter Verbrauch in kW. Unten der Speicher-Ladezustand in kWh mit dem 77-kWh-Deckel (gestrichelt): Überschuss darüber wird eingespeist. Umschaltbar zwischen Sommer-/Wintertag und 30 / 58 kWp. An Realdaten validiert: vor PV 32.000 kWh gekauft, mit 30 kWp (ohne Speicher) 16.000 kWh — das Modell trifft 16.170 kWh. Batterie-Era: Jul/Aug ~95 kWh Netz (Dunkelflaute), morgens Ø ~30 %, 7× leer.
Sonne / PVVerbrauchSpeicher-SoC77-kWh-Deckel
Jahresverlauf — Preis & Energiebilanz
Oben der aWattar-Spotpreis je Monat (Ø mit 10–90 %-Band, gestrichelt 8 ct Fix-Einspeisung). Unten die Monatsbilanz: PV-Ertrag nach oben, Netzbezug (nach PV + Speicher) nach unten, Verbrauch als Linie.
Nur Energie-/Spot-Anteil (Netz, Abgaben, USt kommen fix obendrauf). „Best/Worst" = Preisniveau 2025 (normalisiert) vs. 2022 (Krise). Einspeise-Erlös: fix 8 ct vs. aWattar-Spot (stundengewichtet).
Szenario
Netzbezug
Bezugskosten
Export
Erlös fix
Erlös aWattar
Netto Energie
Netto Energie = Bezugskosten − Einspeise-Erlös (aWattar-Spot). Negativ = Erlös über dem Energie-Bezug (Netzentgelte/Abgaben auf den Bezug bleiben trotzdem). Arbitrage bringt 2025 nur ~90 €/a und ist nicht eingerechnet.
Tarif-Vergleich — aWattar dynamisch vs. EVN Fix 11,9 ct (3 J)
Kosten für den Restbezug (Energie-Anteil). Entscheidend: nach PV + Speicher liegt der verbleibende Netzbezug in den teuren Abend-/Winterstunden — Ø ~12,2 ct. Ein Fixpreis von 11,9 ct ist damit fast gleichauf im Normaljahr und klar günstiger im Krisenjahr.
Konfiguration
Restbezug
aWattar 2025
aWattar 2022 (Krise)
EVN Fix 11,9 ct
PV 30, kein Speicher
16,2 MWh
2.078 €
—
1.924 €
PV 30 + Speicher
5,3 MWh
646 €
989 €
630 €
PV 58 + Speicher
1,1 MWh
136 €
213 €
128 €
Fazit: Weil PV + Speicher die billigen Mittagsstunden selbst nutzen, bringt der dynamische Tarif beim Restbezug kaum Vorteil (Ø 12,2 vs. 11,9 ct fix). Der Fixpreis 11,9 ct/3 J ist die sichere, minimal günstigere Wahl und schließt das Krisenrisiko (2022: +300 €/a) aus — es sei denn, du lädst gezielt in Billig-/Negativstunden aus dem Netz (Arbitrage, 2025 nur ~90 €/a). Für die Einspeisung bleibt aWattar-Spot separat interessant (Ø ~10 ct, s. o.).
Der Speicher senkt den Netzbezug von 16,2 → 5,3 MWh (−10,9 MWh gespart), kostet aber 12,8 MWh entgangene Einspeisung. Nutzen = gesparter Vollpreis-Bezug − entgangene Einspeisung (8 ct).
Bezug all-in
Nutzen/a
Payback (13 k€)
18 ct
933 €
13,9 J
22 ct
1.368 €
9,5 J
26 ct
1.803 €
7,2 J
30 ct
2.238 €
5,8 J
LFP-Lebensdauer ~15 J / 6.000 Zyklen. Bei realistischen 22–26 ct Vollpreis ~7–10 Jahre → klar innerhalb der Lebensdauer, wirtschaftlich positiv. Zusätzlicher Wert: Autarkie + Whole-House-Backup (Var-B).
Ab wann lohnt strategischer Verkauf?
Speicher gezielt in den teuren Abendstunden ins Netz entladen statt mittags zu verschenken. Degradation aus 13 k€: 3,1 ct/kWh Durchsatz.
Fall (PV 30, 32 MWh)
Vorteil/a
Degradation 3,1 ct (real, 13 k€)
+85 €
Verbrauch nur 15 MWh (viel frei)
+288 €
PV 58 (viel Überschuss)
+169 €
Krisenjahr 2022 (großer Spread)
deutlich +
Fazit: Mit 13 k€ (3,1 ct Verschleiß) wird strategischer Verkauf knapp positiv (~+85 €/a) — aber klein, weil der Speicher bei 32 MWh fürs Eigenverbrauch fast voll ausgelastet ist. Richtig lohnend erst bei mehr freier Kapazität (weniger Verbrauch, mehr PV) oder großem Preis-Spread.
Zusatz-PV 28 kWp am Deye — Eigenbau, nur Material
Die +28 kWp liefern ~28 MWh Mehrertrag: davon ersetzen nur ~4,2 MWh Netzbezug (hoher Wert), ~22,9 MWh gehen ins Netz (Einspeise-Wert). Payback hängt daher fast ganz am Einspeisetarif.
Material (Eigenbau)
Einspeise 5 ct
Einspeise 8 ct
Einspeise 10 ct
5.600 € (200 €/kWp)
2,6 J
2,0 J
1,7 J
7.000 € (250 €/kWp)
3,2 J
2,5 J
2,1 J
8.400 € (300 €/kWp)
3,9 J
2,9 J
2,5 J
10.000 € (357 €/kWp)
4,6 J
3,5 J
3,0 J
Sehr kurze Amortisation (~2–4 J) bei Eigenbau — ABER der Nutzen ist zu ~90 % Einspeisung. Voraussetzung: du darfst die ~23 MWh Überschuss einspeisen (Einspeise-Vertrag + Netzkapazität am 50-kVA-Anschluss) und bekommst ~5–10 ct dafür. Fällt der Einspeisetarif Richtung 0 (PV-Glut mittags) oder wird die Einspeisung begrenzt, verlängert sich das entsprechend. Deye 20 kW AC begrenzt Spitzen (~2–4 % Clipping). Vollpreis-Bezug 24 ct angenommen.
Annahmen & Bewertung
Geschätzte Annahmen
Lüftung Schweinemast~1,2 kW (Wi) → 3,4 kW (So)
Spotmix-Fütterung5 kW × 4 Zyklen/Tag
Haushalt (4 Pers.)≈ 4.200 kWh/a
Jahresverbrauch≈ 32 MWh/a (real, vor PV)
PV-Ertrag≈ 1.000 kWh/kWp·a
Speicher77 kWh · 20 kW · η 92 %
PreisbasisaWattar AT stündlich 2022–26
Last ist an realen Beobachtungen kalibriert (Sommer-Netzbezug ~95 kWh, Morgen-SoC ~30 %). Winter ist ohne Anker gerechnet — bei einem Winter-Wert korrigiere ich nach.
Kernaussagen
PV 30 + Speicher ist gut dimensioniert: Sommer autark (Speicher füllt bis 77, morgens ~30 %), nur Winter/Dunkelflaute braucht Netz — ~4,3 MWh/a, ~523 € Energie.
Eigenverbrauch schlägt Einspeisung 3:1. Selbst genutzte kWh spart ~25–30 ct, eingespeiste bringt nur ~8–10 ct.
PV 58 ist überdimensioniert für diesen Verbrauch: fast autark, aber 25,6 MWh landen zum Billigtarif im Netz — lohnt nur mit Zusatzlast (E-Fahrzeug, Wärmepumpe) oder größerem Speicher.
Der Speicher ist der Hebel bei dynamischem Tarif: ohne ihn landet der Rest-Bezug in den teuren Abend-/Winterstunden (Ø 12,6 statt 11,3 ct).